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Sehenswertes

Der Hochaltar:

1776 wurde der von Josef Götsch, Bad Aibling, entworfene und verfertigte Hochaltar in dieser Kirche aufgestellt. 1873 erfuhr er eine Umgestaltung im Zeitgeschmack, die bei späteren Renovierungen wieder rückgängig gemacht wurde. 1923 kam der Tabernakel wieder zurück. 1961 wurde der Altaraufbau in seiner ursprünglichen Konzeption wieder hergestellt und 1985 die verlorene barocke Engelsgloriole sinngemäß wieder hergestellt. So zeigt nun der Hochaltar auch wieder sein ursprüngliches theologisches Konzept.

Putten, die den blauen Vorhang auseinanderhalten, eröffnen dieses Geheimnis. Im Auszug schwebt Gott Vater, schützend seine Hand über unsere Welt haltend. In Gestalt einer silbernen Taube schwebt darunter die Darstrellund des Hl. Geistes.

In der großen Öffnung des Hochaltars darunter Gottes Sohn auf den Arm seiner irdischen Mutter, auf deren Fürbitte und Fürsprache viele hier Gottes Gnade erfahren haben. Umgeben ist die Mutter von einer Engelsgloriole. Zwei Putten über ihr halten das Marienmonogramm, das Zeichen für das Heilshandeln Gottes durch Maria und in Maria.

Der hl. Wolfgang und die hl. Anna sind Patrone der Schiffsleute. Sie bezeugen das Geschehen, das im Hochaltar vorgestellt ist. Der hl. Dominikus und die hl. Katharina von Siena sind links und rechts neben dem Tabernakel in knieender Haltung.

Seitenaltäre:

Die ökonomische Lebensgrundlage der Gemeinde war bis nach der Mitte des 19. Jahrhunderts überwiegend durch Handel und Schifffahrt gewährleistet. Die beiden Seitenaltäre von 1703 behielten auch in der 1775 erneuerten Kirche ihren Platz.

Linker Seitenaltar:

St. Johannes der Täufer und St. Nikolaus waren die alten Patrone der Schiffleutbruderschaft und werden in den Gemälden des linken Seitenaltares dargestellt.

Als nach seiner Heiligsprechung der hl. Johannes Nepomuk dritter Patron der Schiffleutbruderschaft wurde, fand er um 1750 in figürlicher Darstellung neben dem Auszugsgemälde seinen Platz. Aus symmetrischen Gründen kam auf die andere Seite eine ältere Skulptur des hl. Nikolaus. Diese drei Patronen befinden sich auch in den zwei kleinen Schiffchen der Schiffleutbruderschaftsprozessionsstangen, die neben den Seitenaltären stehen.

Im kleinen Baldachintabernakel des linken Seitenaltares ist mit der Gestalt der Muttergottes, die das Tränentüchlein hält und das Leiden ihres Sohnes vor Augen hat, (Mitte 18. Jahrhundert enstanden, vermutlich durch Josef Götsch) der theologische Hinweis auf die Leidhaftigkeit des Lebens dargestellt.

Rechter Seitenaltar:

Eine wichtige Berufsgruppe im Schifffahrtswesen waren die Schiffreiter, die die Schiffszüge wieder flußaufwärts zogen. Ihr Patron ist der hl. Georg, der auf diesen Bild dargestellt ist. Hochverehrter Patron der Überfuhr und auch der Fuhrleute war der hl. Christophorus, der rechts oben im Hauptgemälde dieses Altars seinen Platz gefunden hat.

Von der völkerverbindenden Art des Handels zeugt das kleine Auzugsgemälde in diesem Altar, das den hl. Franz de Paula darstellt. Er war der Patron der italienischen Seeleute. Nicht nur verwandtschaftliche Bande, auch die religiöse Verehrung bezeugt das grenzüberschreitende Denken vergangener Zeiten. Links und rechts neben dem Auszugsgemälde stehen die Figuren des hl. Ignatius von Loyola und des hl. Franz Xaver. Sie erinnern an die Zeit, in der im 18. Jahrhundert Jesuiten das geistliche Leben der Gemeinde mitgeprägt haben.

Im Tabernakel des rechten Seitenaltares befindet sich die Josefsstatue. Sie verweist auf die vielfältige Verehrung, die auch der hl. Josef durch die Zeiten hindurch erfahren hat. Er ist nicht nur der Patron der zahlreichen Zimmerleute und Schreiner der Gemeinde, er ist auch der Patron eines guten Todes.

Das Hauptdeckengemälde:

Nach einem Original-Kupferstich 1720 wurde 1924 ein Deckengemälde konzipiert; Schiffahrt wurde ins Geistliche übertragen. Schon im 18. Jahrhundert hieß es "unser Leben gleichet einer Schiffahrt". Im Boot der Überfuhr des Lebens sitzen Bürgerinnen und Bürger Neubeuerns mit den hll. Nikolaus und Johannes der Täufer und mittendrin steht die Patronin der Kirche, die Muttergottes, und breitet ihren schützenden Mantel aus. Im Gnadenlicht der darüber schwebenden Dreifaltigkeit vollzieht sich diese Überfuhr.

Die Kanzel:

Das ist zunächst einmal die Botschaft der Predigtkanzel. Seit 1723 künden die vier Evangelisten am Kanzelkorb von der Botschaft des Evangeliums Jesu Christi. Sie ist der Grund der Verkündigung an die Christliche Gemeinde. Der also Verkündigte wird dargestellt als der gute Hirte am Pfeilerfeld der Kanzel. Der hl.Geist in Gestalt einer Taube am Kanzelschalldeckel macht deutlich, daß das Wort der frohen Botschaft durch ihn kommt.

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