Sie befinden sich hier: Impulse aus dem Pfarrhof

Mit dem heutigen Impuls aus dem Pfarrhof beenden wir diese Reihe - zum einen freuen wir uns, dass wir uns nun wieder im Gottesdienst versammeln dürfen, zum anderen gehen wir beide ab Dienstag in die wohlverdienten Pfingstferien

 

Es hat uns große Freude gemacht, die Texte und Bilder zusammenzustellen und wir wollen uns herzlich für die vielen positiven Rückmeldungen bedanken!

 

 

Liebe Grüße und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen - seid alle behütet und bleibt gesund!

 

Eure Maria und Gundula

Die Pfingstsequenz in neuen Worten


„Komm herab, o Heiliger Geist“
Dein Reich komme, dreieiniger Gott, Dein Wort erfülle unser Leben, Deine Liebe leuchte unserem Weg.
Komm, bestärke unsere Demut, komm, schenke uns den wahren Mut, komm, entzünde unsere Seele.
Sei heilender Geist in der Not, sei die Freude unseres Lebens, sei unsere himmlische Stärkung.
Dein Friede sei jeden Tag mit uns, Dein Wort mäßige unser Wollen, Deine Tröstung sei ewig bei uns.
Komm, strahlendes, feuriges Licht, komm mit Deinem Geist über uns, komm auf den Grund unsres Herzens.
Dein Wille geschehe uns ewig, Deine Liebe lasse uns atmen, Deine Gnade schenke uns Rettung.
Reinige, was uns unwürdig macht, gieße, was in uns vertrocknet ist, heilige, was in uns verletzt ist.
Erweiche uns, wenn wir zu hart sind, Wärme uns, wenn unsere Seele kalt ist, Lenke uns, wenn wir vom Weg fern sind.
Gib uns die Gnade des Glaubens, gib uns die Hoffnung und Liebe zu Dir, gib uns Deinen Geist auf unserem Weg.
Lass unsere Treue zu Dir belohnt sein, lass uns Deine Herrlichkeit schauen, lass uns Deine ewige Freude teilen.
Amen. Halleluja.
(neu gefasst von zeitzubeten.org)


Heiliger Geist,
ich habe deine Stimme gehört.
Hilf mir, entschieden zu sein,
in meinem Leben aus dem Glauben.
Und nicht zu sagen: später … morgen …
Sondern JETZT –
Damit mir das morgen nicht vielleicht fehlt.
(nach H. Josefmaria Escrivá)

 

 

 

 

In Gottes Hand geborgen


Mein Gott, bei dir bin ich geborgen.
Mein Name ist eingeschrieben in Deine Hand.
Deine Liebe ist unbegreiflich groß,
und ich darf mich hineingeben ohne Sicherung,
denn du bist mein letzter Halt.
Mein Leben ist von dir gehalten,
Du Schöpfer von Himmel und Erde,
Du Anfang und Ende.
Klein bin ich, doch du machst mich groß.
Du gibst mir Würde, Ansehen und Liebe.
Ich darf mein eigenes Leben gestalten.
Du lässt mir die Freiheit,
zu Dir zu kommen oder von Dir zu gehen.
Deine ausgestreckte Hand ist ein Angebot Deiner Liebe,
Deine Hand hält mich und erdrückt mich nicht.
Ich will mich Dir ganz geben, Dir folgen,
denn du führst mich zum Leben.
Du bist ein Gott des Lebens und der Liebe. (Walter Habdank)

Ein Lied aus dem Liederbuch: God for You (th) zu Psalm 16: Du bist mein Herr
1. Weil du immer zu mir hältst, und Dich schützend vor mich stellst, vertrau ich Dir.
Weil du mich so reich beschenkst, meine engen Grenzen sprengst, vertrau ich Dir.
Du bist mein Herr, hast mir ein Ziel gegeben. Du bist mein Herr und gehst mit mir.
Du bist mein Herr, zeigst mir den Weg zum Leben. Du bist mein Herr, ich danke dir.
2. Weil ich spür: Du tust mir gut, Du gibst Kraft und neuen Mut, vertrau ich Dir.
Weil ich dich bei Menschen find, die mit auf dem Wege sind, vertrau ich Dir.
Du bist mein Herr, hast mir ein Ziel gegeben. Du bist mein Herr und gehst mit mir.
Du bist mein Herr, zeigst mir den Weg zum Leben. Du bist mein Herr, ich danke dir.
3. Weil ich weiß: es steht ganz fest. dass du mich nie fallen lässt, vertrau ich Dir.
Weil Du dann noch bei mir bist, wenn mein Weg zu Ende ist, vertrau ich Dir.
Du bist mein Herr, hast mir ein Ziel gegeben. Du bist mein Herr und gehst mit mir.
Du bist mein Herr, zeigst mir den Weg zum Leben. Du bist mein Herr, ich danke dir.

 


Reinzuhören unter: https://www.youtube.com/watch?v=ob_mJZS2_zA

Zwischen Himmel und Erde


Um Himmels willen - Im Himmel ist die Welt in Ordnung -Der Himmel ist da, wo Gott wohnt - Der Himmel ist ein Ort der Sehnsucht - Wie im siebten Himmel - Im Himmel ist Zukunft –Den Himmel zum Greifen nah - Das Himmelreich ist schon mitten unter uns - Der Himmel ist Glück - Himmel ist Ewigkeit.
Diese Woche feiern wir Christi Himmelfahrt. Mit der Zeile „Vater unser im Himmel“ beginnt das verbindende Gebet der Christenheit. Mit den Worten „Aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes“, erklärt das Apostolische Glaubensbekenntnis den Verbleib Jesu. Die Himmelfahrt Jesu ist nur spärlich bezeugt. Im ersten Kapitel der Apostelgeschichte wird erzählt, dass er 40 Tage nach seiner Auferstehung vor den Augen seiner Freunde direkt in den Himmel zu Gott aufgehoben wird. Jesu Jünger werden gefragt: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“ Diese Worte fordern uns auf, nicht im starren, engen Blick der Fassungs- und Hoffnungslosigkeit zu verharren. Sondern einen Perspektivwechsel zu wagen und die Frohe Botschaft des Lebens weiterzutragen. Jesus hat uns den Heiligen Geist hierfür zugesagt. Der Geist, der uns ermutigt zu einem anderen Blick auf die Dinge und das Wesentliche. Der Geist, der uns Kraft schenkt, neu zu denken und unseren Glauben mutig zu leben. Der Geist als Beistand für himmlische Erfahrungen auf Erden: GOTT IST MIT UNS!

 

weißt du wo


weißt du
wo der himmel ist
außen oder innen
eine handbreit
rechts und links
du bist mitten drinnen
weißt du
wo der himmel ist
nicht so tief verborgen
einen sprung
aus dir heraus
aus dem Haus der sorgen
weißt du
wo der himmel ist
nicht so hoch da oben
sag doch ja
zu dir und mir
du bist aufgehoben.


(wilhelm willms)

 

 

 

 

 

 

Magnificat


Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Evangelium nach Lukas 1,46 – 55
MEDITATION ZUM MAGNIFIKAT
Manchmal geschieht es, dass Menschen gut zu anderen sind und füreinander sorgen.
Darin zeigt sich etwas von Gott.
Manchmal geschieht es, dass Menschen einen Streit beenden und sich wieder vertragen.
Darin zeigt sich etwas von Gott.
Manchmal geschieht es, dass Menschen sich einsetzen für Schwächere, denen Unrecht geschieht.
Darin zeigt sich etwas von Gott.
Manchmal geschieht es, dass Menschen Worte sprechen, die andere froh machen und ihnen die
Angst wegnehmen.
Darin zeigt sich etwas von Gott.
Manchmal geschieht es, dass Menschen teilen und verzichten zum Wohl von anderen.
Darin zeigt sich etwas von Gott.
Manchmal geschieht es, dass Menschen ohne Vorurteile und Hintergedanken auf Fremde zugehen.
Darin zeigt sich etwas von Gott.
Manchmal wird Gottes Reich Wirklichkeit –
auch heute!
(Quelle unbekannt)

 

 

 

 

 

 

Herr, unser Herr, wie bist du zugegen


und wie unsagbar nah bei uns.
Allzeit bist du um uns in Sorge,
in deiner Liebe birgst du uns.
Du bist nicht fern,
denn die zu dir beten wissen, dass du uns nicht verlässt.
Du bist so menschlich in unsrer Mitte,
dass du wohl dieses Lied verstehst.
Du bist nicht sichtbar für unsere Augen
und niemand hat dich je gesehn.
Wir aber ahnen dich und glauben,
dass du uns trägst, dass wir bestehn.
Du bist in allem ganz tief verborgen,
was lebt und sich entfalten kann.
Doch in den Menschen willst du wohnen,
mit ganzer Kraft uns zugetan.
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen,
wo nur auf Erden Menschen sind.
Bleib gnädig so um uns in Sorge,
bis wir in dir vollkommen sind.
(H. Oosterhuis)

 

 

 

 

 

PSALM 139


HERR, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch.
Ob ich sitze oder stehe – du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke.
Ob ich gehe oder liege – du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut.
Schon bevor ich anfange zu reden, weißt du, was ich sagen will.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine schützende Hand über mir.
Dass du mich so genau kennst, übersteigt meinen Verstand; es ist mir zu hoch, ich kann es nicht begreifen! Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne dass du mich siehst?
Stiege ich in den Himmel hinauf – du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen – auch dort bist du!
Eilte ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder versteckte ich mich im äußersten Westen, wo sie untergeht, dann würdest du auch dort mich führen und nicht mehr loslassen.
Wünschte ich mir: »Völlige Dunkelheit soll mich umhüllen, das Licht um mich her soll zur Nacht werden!« für dich ist auch das Dunkel nicht finster; die Nacht scheint so hell wie der Tag und die Finsternis so strahlend wie das Licht.
Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.
Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!
Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele!
Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, ich käme nie zum Ende! […]
Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle!
Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, und wenn ja: Hol mich zurück auf den Weg, den du uns für immer gewiesen hast!
Gebet: Gott – als ich ein Kind war, war es manchmal schwer zu verstehen, dass Du mich immer siehst und all meine Gedanken kennst. Lieber wäre es mir manchmal gewesen, ich könnte mich verstecken und alles, was mir unangenehm ist, vor Dir verbergen. Wer zeigt nicht gerne nur seine „Schokoladenseiten“?
Heute bin ich froh, zu wissen und zu spüren, dass du immer an meiner Seite bist; dass ich dir nichts erklären muss - von meinen Sorgen und Nöten, von meinen schweren Tagen und Misserfolgen, meinem Scheitern; dass du alles schon weißt – und ich mich und mein Leben mit allen Schattierungen trotzdem vor Dich hintragen darf; dass Du hilfst und verstehst, mich tröstest – und liebst! Und dass es so viel unfassbar Schönes und Gutes gibt auf dieser, Deiner Welt.
Dafür danke ich Dir.


Amen.

 


Und hier noch ein Lied zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=6Tr3h5Sonhc

 

 

 

 

 

 

Schritt für Schritt


Der alte Straßenkehrer Beppo verrät seiner Freundin Momo sein Geheimnis. Es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man beeilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen. Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten. Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein. Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. Das ist wichtig.
(aus „Momo“ von Michael Ende)

 


Es segne uns Gott, der Vater, der uns liebt und unser Leben
in seinen Händen hält.
Es segne uns Gott, der Sohn, der uns befreit
aus den Fesseln unserer Angst.
Es segne uns Gott, der Heilige Geist, der uns als Beistand zugesagt ist
und der uns führt auf dem Weg des Friedens.
So segne und begleite uns der lebendige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

 

 

 

 

 

 

Der Wonnemonat Mai ist ja auch ein Marienmonat und so liegen in unseren Kirchen Maiandachten zum Beten und Mitnehmen aus.

Außerdem gibt es eine gute Nachricht: Wir planen, ab dem 9. Mai langsam die Gottesdienste in einigen Kirchen wieder aufzunehmen.

Allerdings gilt es, viele Vorsichtsmaßnahmen, wie Abstand, Mundschutz, "Einbahnwege" u.ä. zu bedenken und umzusetzen.

Sobald die genauen Abläufe bekannt sind, werden wir sie auf der homepage, in den Kirchen und auch über diesen Verteiler bekannt geben.

Hoffen und beten wir, dass wir bald wieder die volle Gemeinschaft feiern können.

 

Einen schönen Feiertag und weiterhin viel Gesundheit,

 

wünscht im Namen des Seelsorgsteams,

 

Gundula Langer

 

 

 

Die Ja-Sagerin

Wenn wir jemanden als Ja-Sager bezeichnen, meinen wir das meist nicht sehr schmeichelhaft. Aber es gibt auch das andere, das selbstbestimmte, das mutige JA.
Maria hat JA gesagt – JA und Amen. JA, so soll es sein. Und an diesem JA hat sie festgehalten, auch in ungewisser Zukunft als schwangeres junges Mädchen, auch im Schmerz auf dem Weg zum Kreuz, auch in der Zeit nach der Auferstehung.
Sie zeigt uns den Weg zu einem erfüllten Leben auf, indem sie auf Jesus hinweist: Was er euch sagt, das tut. Mit ihrem Ja ist sie für uns zum Vorbild und Segen geworden.


Maria, Maienkönigin!
Dich will der Mai begrüßen;
O segne ihn mit holdem Sinn,
Und uns zu Deinen Füßen.
Maria! Dir befehlen wir,
was grünt und blüht auf Erden;
O lass es eine Himmelszier
in Gottes Garten werden!
Behüte uns mit treuem Fleiß,
o Königin der Frauen,
Die Herzensblüten lilienweiß
auf grünen Maiesauen!


Du wagst dein Ja - und erlebst einen Sinn.
Du wiederholst dein Ja - und alles bekommt Sinn.
Wenn alles Sinn hat,
wie kannst du anders leben als ein Ja.
(Dag Hammarskjöld)

 

 

 

 

Worauf sollen wir hören?


Worauf sollen wir hören, sag uns worauf?
So viele Geräusche –
welches ist wichtig?
So viele Beweise –
welcher ist richtig?
So viele Reden –
ein Wort ist wahr.
Wohin sollen wir gehen, sag uns wohin?
So viele Termine –
welcher ist wichtig?
So viele Parolen –
welche ist richtig?
So viele Straßen –
ein Weg ist wahr.
Wofür sollen wir leben, sag uns wofür?
So viele Gedanken –
welcher ist wichtig?
So viele Programme –
welches ist richtig?
So viele Fragen –
die Liebe zählt. (Lothar Zenetti)

 

Wie geht es nach der Coronazeit weiter?

Vieles ist unklar und unsicher.
Auf welches Wort des Aufatmens und der Hoffnung warte ich sehnsüchtig?
Welche Worte geben mir Sinn und Orientierung für mein Leben?


Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht,
es hat Hoffnung und Zukunft gebracht;
es gibt Trost,
es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten,
ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

 

 

 

 

 

GOTT-VERTRAUEN

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, sich im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Stattdessen, bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen. Bei Sonnenaufgang, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre Kuh, deren Milch ihr einziges Einkommen gewesen war, war tot. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben."

"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in dem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein Glück nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, damit er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh stattdessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

                                                                                                                                           - Verfasser unbekannt   -

Auch uns begegnet es oft, dass sich das Leben nicht nach unseren Vorstellungen entwickelt. Aber wir dürfen Gott vertrauen, dass uns alles zum Besten dienen wird. Auch wenn wir oft Zeit brauchen, um das zu erkennen …

 

 

 

 

Freundschaft - Leben teilen

Gute Freunde und Freundinnen sind wie ein Schatz in unserem Leben. Sie geben uns Halt, sie schützen uns. Sie hören uns zu und sind da, auch trotz Kontakteinschränkungen. Sie machen Mut und streuen Bedenken weg. Freunde und Freundinnen stehen füreinander ein. Sie gehen mit durch Höhen und Tiefen. Sie schenken Hoffnung und bringen uns zum Lachen. Mit unseren Freunden und Freundinnen haben wir unsere Erfahrungen und teilen Leben.

 

Ein treuer Freund ist ein starker Schutz, wer ihn findet, hat einen Schatz gefunden.
Für einen treuen Freund gibt es keinen Gegenwert, seine Kostbarkeit lässt sich nicht aufwiegen. Ein treuer Freund ist eine Arznei des Lebens und es werden ihn finden,
die den Herrn fürchten. Wer den Herrn fürchtet, hält aufrechte Freundschaft,
denn wie er selbst, so ist auch sein Nächster.
( Jesus Sirach 6, 14-17)
Gott will dein Freund sein, schrieb Teresa von Avila. Denn Gott sucht uns und unsere Freundschaft immer wieder. ER geht mit uns, Er ist uns treu. ER will mit uns unser Leben teilen.
Wie werden wir Freunde Gottes?
Wer ist Ihnen Vorbild?
Welchen Weg zu Gott haben Sie gefunden?

 

 

 

 

 

 

Zusätzlich zum heutigen Impuls möchte ich noch eine Aktion für die Raublinger Tafel vorstellen. Da die Tafeln derzeit einen großen Bedarf an Unterstützung haben, gibt es beim Edeka in Neubeuern nun eine Aktion, wie man sie unterstützen kann: Kaufe 2 - spende 1. Man kann also zu seinen Einkäufen zusätzlich etwas kaufen, das dann der Tafel zukommt - Lebensmittel, Reinigungsmittel, Körperpflege - alles wird benötigt. Bitte zu den Einkäufen den Kassenbon dazulegen, das ist ja seit Januar Pflicht und macht auch vor Hilfsaktionen nicht Halt.

Im Voraus schon danke für Eure Unterstützung!

 

 

 

 

DANKBARKEIT

Gott, in dieser besonderen Zeit erleben wir hell und dunkel:

Wegfallende Termine –

dafür unerwartet Zeit für ein gemeinsames Essen in der Familie

Keine Zerstreuung bei gesellschaftlichen Anlässen –

dafür täglich ein überwältigendes Vogelkonzert.

Sorge um die Arbeitsstelle –

dafür vielleicht die Möglichkeit, neue Wege zu gehen.

Viele Einschränkungen –

dafür das Bewusstsein, wie gut es uns sonst geht.

Angst um liebe Menschen, um die Gesundheit, vor der Zukunft –

und immer wieder zurückgeworfen werden auf Dich, der uns zuspricht:

Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben.

Lass uns täglich neu auf Dein Wort vertrauen, das du uns immer wieder sagst: Fürchte dich nicht!

 

           

Dankbarkeit

ist staunende Liebe.

        Und wer staunen

und lieben kann,

        gehört

zu den Gesegneten

       dieser Erde.

                         -Manfred Hausmann-  

 

 

 

 

„ICH BIN DER WEG“

 

 

Unser Leben erscheint uns manchmal wie ein großes Labyrinth. Wir müssen viele Wege gehen, Entscheidungen treffen. Manchmal kommen wir schneller voran, manchmal stockt es. Wir gehen viele Umwege und Irrwege. Viele Wege führen ins Abseits oder sind ohne Ausweg. Manche Wege sind auch unfreiwillig oder fremdbestimmt.

Doch müssen wir den Weg ins Labyrinth wagen. Mut haben in die Tiefe zu gehen, auf den Grund unseres Lebens.

Jesus sagt uns: „Ich bin der Weg!“ Mit Jesus können wir voll Hoffnung unterwegs sein. Mit Jesus können wir das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen annehmen. So wie es Theo Schmidkonz (SJ) in einem Gebet beschreibt:

 

 

 

Gott, wir bewegen uns ein Leben lang wie in einem Labyrinth.

Die Wege sind manchmal dunkel, verwirrend.

Aber gute Menschen begleiten uns, wofür wir sehr dankbar sind. Und mitten auf unserem Weg begegnen wir immer wieder dir- wie einer Rose, die sich uns liebend zuneigt.

Deine Liebe sagt mir: Hab keine Angst- vor nichts und vor niemand! Ich bin bei dir – überall!

Und mit mir zusammen bist du stark, sogar stärker als der Tod.

 

 

WENDEZEIT

in der Wende

zwischen Schmerz und Trost

zwischen Trauer und Freude

zwischen Ende und Neubeginn

zwischen Nacht und Tag

GOTTES BEGEGNUNG

beim Namen gerufen werden

die Stimme des Anfangs hören

umgekehrt werden von der Suche nach dem Toten

zur Begegnung mit dem Leben

neu ausgerichtet sein

weil das Zwischen

mit meinem Namen gefüllt ist

weil in der Wende

Gott begegnet

(Susanne Ruschmann in „Maria von Magdala“, kbw)

 

 

 

 

 

 

 

 

DURCHKREUZT  -  STOLPERSTEINE

Wie oft planen wir – unsere Tage, unsere Zukunft, unser Leben. Und dann kommt alles ganz anders. Da, wo wir ein Ziel vor Augen hatten, steht plötzlich ein unüberwindliches Hindernis vor uns, eine nicht vorhersehbare Grenze – oder sogar der Tod.

Auch die Jünger Jesu haben dies erlebt – dieses unerwartete Ende aller Hoffnungen.

Und doch: Gerade durch diesen Einschnitt, dieses Ende, durch diesen bitteren Tod, hat Gott mehr geschaffen, als wir Menschen uns in unseren kühnsten Träumen ausmalen können: Die Überwindung aller Grenzen zwischen Himmel und Erde  – unsere Erlösung.

 

 

Meinst Du, es läge auf der Straße Deines Lebens

auch nur ein einz'ger Stein, ein hindernder, vergebens?

Er mag nun hässlich, groß sein oder klein,

glaub nur, da wo er liegt, da muss er sein.

Gewiss nicht, um das Weitergeh'n zu hindern!

Gewiss nicht, um Dir Kraft und Mut zu mindern!

Nur darum legte in den ebnen Sand

des Weges ihn Dir eine güt'ge Hand,

damit Du Dir den Stein sollst recht beschauen

und dann mit Gott in gläubigem Vertrauen

darüber reden sollst und sollst ihn fragen,

was er Dir mit dem Hindernis will sagen.

Und bist du Gott an jedem Stein begegnet,

so hat er dich genug für jeden Stein gesegnet.

- Unbekannt   -

 

 

 

 

 

Garten Getsemani

„Nach diesen Worten ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein. Auch Judas, der Verräter, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war.“ (Joh 18, 1)

 

Der Garten Getsemani – eigentlich ein friedlicher Ort, ein vertrauter Ort für Jesus und seine Jünger. Diesmal ist es anders. Der Ort des Friedens und der Ruhe wird zum Ort der Wende.  

Wo sind meine Orte der Ruhe, des Vertrauens und des Friedens? Wo meine Wende-punkte?

 

 

Sprachlos

Es gibt Situationen

die lassen verstummen

zu groß ist der Schmerz

zu tief die Wunden

unaussprechlich

keine Worte sie fassend

 

das blühende Leben

zur Wüste geworden

vertrocknet jede Träne

 

das Innere

zum Grabstein geworden

tonnenschwer

sprachloses Denkmal

 

Löse meine Zunge

öffne meine Kehle zum Schrei

Mein Gott,  mein Gott

warum hast du mich verlassen?

                                 (Ingrid Penner)

 

 

 

Herr, vermehre meine Hoffnung,  dass du mich nie fallen lässt.

Lass mich nicht trostlos in den verpassten Augenblicken meines Lebens.

Stärke mich durch den Glauben an deine Auferstehung.

(Elmar Gruber)

KIRCHE

Oft höre ich sagen

Um ein Mensch zu sein – anständig nett und tolerant

Dazu brauche ich keine Kirche

keinen Gottesdienst – und all das

Mag sein

Doch um das Licht der Welt zu sein – das Salz der Erde

Diener der Versöhnung

Ausspender der göttlichen Geheimnisse

Anfang seiner neuen Schöpfung

um zu den Anbetern zu zählen

in Geist und Wahrheit denn solche sucht der Vater

dazu

brauche ich die Kirche

den Glauben – den Gottesdienst – das Wort und das Brot – und

all das

und den Menschensohn

den Gottessohn

um Mensch zu sein

wie Gott ihn will

ich brauche ihn und denke

du brauchst ihn auch

-        Lothar Zenetti    -   

Umarmung

Wie wichtig wäre es für jeden Einzelnen gerade jetzt– eine Begegnung, eine Berührung, Nähe.

„Den Herrn umarmen, um die Hoffnung zu umarmen – das ist die Stärke des Glaubens, der uns von der Angst befreit und uns Hoffnung gibt.“

Diesen Satz hat uns Papst Franciscus beim Gebet zum „Urbi et Orbi“ letzten Freitag zugesagt. Die Begegnung mit Jesus und seinem Kreuz, das schenkt uns Sicherheit und Hoffnung. Alle haben wir nun durch die Krise unser eigenes persönliches Kreuz zu tragen. Das eigene Kreuz, die eigene Schwäche GOTT hinhalten und ihm übergeben. Um dabei uns von IHM umarmt und getragen zu wissen. 

 

Menschen,

die aus der Hoffnung leben 

sehen weiter.

Menschen

die aus der Liebe leben 

sehen tiefer.

Menschen

die aus dem Glauben leben

sehen alles in einem anderen 

Licht.               (Lothar Zenetti)

 

„Hoffe auf den Herrn und sei stark! Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn“ (Ps 27,14)

Zeit

 

Es ist ein seltsames Phänomen um die Zeit. Manchmal vergeht sie wie im Flug, ein andermal zieht sie sich wie Kaugummi. Wie oft haben wir „keine Zeit“ und manchmal reden wir davon, Zeit totzuschlagen.

Unser Leben ist eingebunden in die Zeit – niemand weiß, wieviel uns davon zugemessen ist – und gerade jetzt erleben wir in vielen Situationen einen Wettlauf gegen die Zeit.

Zeit ist kostbar – jedem von uns stehen täglich 24 Stunden zur Verfügung – ein Grund mehr, diese Zeit wertzuschätzen und zu nutzen – für alles, was dem Leben Tiefe verleiht.

 

 

Ich stehe am Anfang eines neuen Tages,

Gott hat mir diesen Tag zur freien Verfügung gestellt.

Ich kann diesen Tag nutzen oder vergeuden,

daoch waas ich heute schaffe ist wichtig,

weil ich dafür einen Tag meines Lebens hergebe.

Schon morgen wird dieser Tag für immer vergangen sein.

Das, was bleibt,

ist das, was ich geschaffen habe.

Ich möchte damit etwas gewinnen,

nicht verlieren.

Gutes, nicht Böses,

Erfolg statt Misserfolg.

Denn es soll mir um den Preis den ich gezahlt habe,#

nicht leid tun.

 

Es ist tröstlich, zu wissen, dass jeder Augenblick unseres Lebens ins Gottes Hand liegt, so wie es in dem bekannten Lied von Peter Strauch heißt:

Meine Zeit steht in Deinen Händen, nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in Dir.

Du gibst Geborgenheit, Du kannst alles wenden, gib mir ein festes Herz, mach es fest in Dir.

Kommende Termine